Das Kotzen hat bald ein Ende

Heute ist der 20. Dezember. In sechs Tagen ist Weihnachten vorbei und wir können uns wieder einigermaßen normal durch die Straßen und Gässchen der Städte bewegen, ohne unsere volle Aufmerksamkeit der Straßenoberfläche widmen zu müssen. Wir können gerade ausschreiten, sofern es das Fußgänger-Verkehrsaufkommen erlaubt, und brauchen keinen Zick Zack-Kurs verfolgen. Die olfaktorische Belästigung bewegt sich wieder im normalen Rahmen.

Denn das „Trinken für einen guten Zweck“, aus Frust, Verzweiflung, weil es die Firma zahlt, … hat ein Ende. Hajejuja!

Alarm! – Es ist Sommerzeit; das ist Volksfestzeit. Sei vorsichtig, wenn Du Dich am Sonntag Morgen zu Fuß zum Gottesdienst oder ins Cafehaus begibst!

Warum die österreichische Schule nicht wirklich besser wird …

Mühlen mahlen langsam

Die österreichischen Schulen – das sei vorweg gesagt – sind nicht so schlecht, wie das oft dargestellt wird. Aber zweifelsohne ist das Niveau nicht Spitze und gibt es Verbesserungsmöglichkeiten. Zu den Mängeln:

  • Gute Schülerinnen und Schüler werden zu wenig gefördert.
  • Das Gleiche trifft für Schülerinnen und Schüler mit Schwächen zu. Maßnahmen zur Förderung dieser sind – wie fast alle Maßnahmen, die gesetzt werden – nur halbherzig.
  • Kinder und Jugendliche aus „bildungsferneren“ Schichten, die durch das Elternhaus weniger Unterstützung und Ermutigung erfahren, erreichen noch immer in geringerem Ausmaß einen höheren Bildungsabschluss.

Hindernisse für eine effektive Weiterentwicklung des Schulwesens sind:

  • Ideologische Blockade: Die Herangehensweise an Schulfragen seitens der Politik ist immer ideologisch geprägt. Die wenigsten Politikerinnen und Politiker wagen sich aus dieser Deckung heraus. Im Zentrum der Auseinandersetzungen steht die Gesamtschule, von den einen als „Eintopfschule“ abgewertet, von den anderen nicht wirklich ausgestaltet. Eine Schulform ist an sich weder gut noch schlecht. In Zeiten von Koalitionsregierungen kommen so keine Entscheidungen zu Stande, sondern im besten Fall Kompromisse, die fast immer faul sind (s. Neue Mitteltschule, und die gleich in unterschiedlichen Formen in den Bundesländern).
  • Föderalismus trifft auf Zentralismus: Der Anspruch von Landespolitikern, in Schulfragen mitzureden und mitzuentscheiden, verhindert das Zustandekommen von klaren Lösungen noch einmal.
  • Veränderungen und Reformen stehen oft unter dem Vorzeichen des Sparens und werden deshalb nur halbherzig umgesetzt. Die Betroffenen, Lehrerinnen und Lehrer und in gewissem Ausmaß auch Schülerinnen und Schüler, werden nicht gewonnen.

Warum immer wieder von bestimmten Gruppen endlich eine Schulreform gefordert wird, obwohl in den letzten Jahren eine Reform nach der anderen versucht wurde, ist nicht nachzuvollziehen.

Vgl. auch http://derstandard.at/2000066025457/Im-Wahlkampf-interessierte-sich-keiner-fuer-Bildung?ref=nl&userid=52072&nlid=1

1. NOVEMBER 2015

1. Lesung

1 Joh 3, 1-3

Seht, wie groß die Liebe ist, die der Vater uns geschenkt hat: Wir heißen Kinder Gottes, und wir sind es. Die Welt erkennt uns nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat.

Liebe Brüder, jetzt sind wir Kinder Gottes. Aber was wir sein werden, ist noch nicht offenbar geworden. Wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.

Jeder, der dies von ihm erhofft, heiligt sich, so wie Er heilig ist.

Evangelium

Mt 5, 1-12a

In jener Zeit,

als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm.

Dann begann er zu reden und lehrte sie.

Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.

Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.

Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.

Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.

Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.

Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.

Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.

10 Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.

11 Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.

12 Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein.

Umwertung der Werte

Die vielen Menschen, die Jesus folgen, sind vermutlich großteils solche Menschen, die in den Seligpreisungen aufgezählt werden. Aber wie kann Jesus diese selig nennen – die Armen, die Trauernden, die Gewaltfreien, die Hungernden und Dürstenden, die Barmherzigen, die mit einem reinen Herzen, die Friedensstifter, die Verfolgten und Verunglimpften? Das sind doch diejenigen, die eher belächelt werden, übergangen werden, nicht für voll genommen werden …

Jesus hat die Gottesherrschaft vor Augen, also eine Welt, in der andere Werte gelten als die üblichen. Solch eine Welt ist so menschlich, dass auch die Armen, die Trauernden, die Gewaltfreien, die Hungernden, die Barmherzigen … menschenwürdig leben können, mit anderen Worten „selig“ genannt werden können.

4. OKTOBER 2015

Erste Lesung

Gen 2, 18-24

18 Gott, der Herr, sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein bleibt. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.

19 Gott, der Herr, formte aus dem Ackerboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und führte sie dem Menschen zu, um zu sehen, wie er sie benennen würde. Und wie der Mensch jedes lebendige Wesen benannte, so sollte es heißen.

20 Der Mensch gab Namen allem Vieh, den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes. Aber eine Hilfe, die dem Menschen entsprach, fand er nicht.

21 Da ließ Gott, der Herr, einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, so dass er einschlief, nahm eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch.

22 Gott, der Herr, baute aus der Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, eine Frau und führte sie dem Menschen zu.

23 Und der Mensch sprach: Das endlich ist Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch. Frau soll sie heißen; denn vom Mann ist sie genommen.

24 Darum verlässt der Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau, und sie werden ein Fleisch.

Evangelium

Mk 10, 2-16

2 Da kamen Pharisäer zu ihm und fragten: Darf ein Mann seine Frau aus der Ehe entlassen? Damit wollten sie ihm eine Falle stellen.

3 Er antwortete ihnen: Was hat euch Mose vorgeschrieben?

4 Sie sagten: Mose hat erlaubt, eine Scheidungsurkunde auszustellen und die Frau aus der Ehe zu entlassen.

5 Jesus entgegnete ihnen: Nur weil ihr so hartherzig seid, hat er euch dieses Gebot gegeben.

6 Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie als Mann und Frau geschaffen.

7 Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen,

8 und die zwei werden ein Fleisch sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins.

9 Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.

10 Zu Hause befragten ihn die Jünger noch einmal darüber.

11 Er antwortete ihnen: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber Ehebruch.

12 Auch eine Frau begeht Ehebruch, wenn sie ihren Mann aus der Ehe entlässt und einen anderen heiratet.

13 Da brachte man Kinder zu ihm, damit er ihnen die Hände auflegte. Die Jünger aber wiesen die Leute schroff ab.

14 Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes.

15 Amen, das sage ich euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.

16 Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.

Ein Gegenüber

Am Welttierschutztag drehen sich die Texte um die Frage, wer für den Menschen ein adäquates Gegenüber ist. In der ersten Lesung könnte man von einer Art „Experimentierphase“ sprechen. Gott schafft die Tiere des Landes und die Vögel des Himmels. Diese sind aber keine adäquate Hilfe für den Menschen. Erst die Differenzierung des Menschen zu Mann und Frau löst dieses Problem. Als Gott die Frau schafft, kann vom Mann gesprochen werden. Und diese sind sich gegenseitig eine adäquate Hilfe und Ergänzung.

Das Evangelium spricht von der Brüchigkeit der Frau-Mann-Beziehung. Obwohl Frau und Mann eine tiefe Beziehung eingehen können, die Vorrang vor allen anderen Beziehungen hat, und für die sie bestimmt sind, ist Scheitern nicht ausgeschlossen.

Die Beziehungen des Menschen zu Tieren haben durchaus auch ihre Bedeutung, indem sie die Gefühlswelt des Menschen betreffen, und Tiere haben insofern einen besonderen Wert. Die Lesung legt nahe, Tiere aber nicht nur nach ihrem Nutzen und Wert für den Menschen zu sehen und dann auch einzuteilen. Jedes Lebewsen, jede Pflanze und jedes Tier ist von Gott gewollt und hat daher an sich einen Wert.

Die Evolutionstheorie, die eine Entwicklung des Lebens von einfachsten Vorformen bis zum Menschen annimmt, kann auch als Hinweis gesehen werden, dass der Mensch nicht abgehoben über der Tier- und Pflanzenwelt steht, sondern darin tief verwurzelt ist. In der Folge sollte sich der Mensch gut überlegen, wie er mit der Natur umgeht.