Warum die österreichische Schule nicht wirklich besser wird …

Mühlen mahlen langsam

Hindernisse für eine effektive Weiterentwicklung des Schulwesens sind:

  • Ideologische Blockade: Die Herangehensweise an Schulfragen seitens der Politik ist immer ideologisch geprägt. Die wenigsten Politikerinnen und Politiker wagen sich aus dieser Deckung heraus. Im Zentrum der Auseinandersetzungen steht die Gesamtschule, von den einen als „Eintopfschule“ abgewertet, von den anderen nicht wirklich ausgestaltet. Eine Schulform ist an sich weder gut noch schlecht. In Zeiten von Koalitionsregierungen kommen so keine Entscheidungen zu Stande, sondern im besten Fall Kompromisse, die fast immer faul sind (s. Neue Mitteltschule, und die gleich in unterschiedlichen Formen in den Bundesländern).
  • Föderalismus trifft auf Zentralismus: Der Anspruch von Landespolitikern, in Schulfragen mitzureden und mitzuentscheiden, verhindert das Zustandekommen von klaren Lösungen noch einmal.
  • Veränderungen und Reformen stehen oft unter dem Vorzeichen des Sparens und werden deshalb nur halbherzig umgesetzt. Die Betroffenen, Lehrerinnen und Lehrer und in gewissem Ausmaß auch Schülerinnen und Schüler, werden nicht gewonnen.

Warum immer wieder von bestimmten Gruppen endlich eine Schulreform gefordert wird, obwohl in den letzten Jahren eine Reform nach der anderen versucht wurde, ist nicht nachzuvollziehen.

Vgl. auch http://derstandard.at/2000066025457/Im-Wahlkampf-interessierte-sich-keiner-fuer-Bildung?ref=nl&userid=52072&nlid=1

0

Leave a Comment

Gott | die Welt mit uns Menschen | und eh alles